grimmnetz.de
herzlich willkommen:

Grimmforum
Grimm-Briefwechsel
Grimm-Briefverzeichnis
Impressum
Grimm-Bestände in Hessen
Die Brüder Grimm

Grimm-Bestände in Hessen im Vergleich mit anderen großen Grimm-Beständen

Eine Broschüre, in der die hessischen Grimm-Bestände in Bad Homburg, Hanau, Kassel, Marburg, Schlüchtern und Steinau in kurzen Übersichtsartikeln beschrieben und mit den großen außerhessischen Grimm-Beständen in Berlin, Göttingen, Haldensleben, Krakau, Nürnberg sowie in Privatbesitz verglichen werden, ist jetzt bei kassel university press erschienen und wird auch von der Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin als PDF-Download angeboten:
... Gesamtbroschüre (ca. 1,4 MB)
... tabellarische Übersicht zu den Beständen auf einer Seite

Die Broschüre entstand anlässlich der kulturpolitischen Diskussionen, die während der letzten Jahre über die Brüder Grimm geführt wurden, beispielsweise im Zusammenhang mit der hessischen Regierungskonzeption “Hessen - Land der Brüder Grimm”.

... weitere Informationen und Diskussionsmöglichkeit im Grimmforum

SlowLine1

Vorschläge zur Beilegung der Unstimmigkeiten um Kasseler Grimm-Bestände

Nachdem sich Wissenschaftler und Bibliothekare Ende 2006 an die UNESCO wandten und diese auf falsche Angaben zu den Überlieferungs- und Rechtsverhältnissen im Antrag der Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. zur Aufnahme von fünf Bänden der Kasseler Handexemplare der “Kinder- und Hausmärchen”  in das Register des Weltdokumentenerbes (Memory of the World) aufmerksam machten, kam es im Zeitraum eines Jahres zu intensiven Kontakten mit Personen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen für diese Belange zuständig sind. Dabei stellte sich heraus, dass weitere umfangreiche Grimm-Bestände aus Bibliotheksbesitz der Universitätsbibliothek Kassel vorenthalten werden. Da eine Lösung sich bis dahin nicht abzeichnete, entstand im Kreis der Unterzeichner des Briefes an die UNESCO aus dem Jahr 2006 die Initiative für einen Fünfpunkteplan, durch den die bestehenden Unstimmigkeiten gelöst werden könnten:

1. Die fünf Bände des UNESCO-Weltdokumentenerbes aus dem Banktresor in die Landes- und Murhardsche Bibliothek bringen, wo sie fachgerecht betreut und zugänglich gemacht werden können,
2. die Eigentümerschaft und sonstigen Rechtsverhältnisse dieser Bände feststellen, wie es die UNESCO-Richtlinien vor der Eintragung in das Register des “Memory of the World” verbindlich vorschreiben,
3. eine solche Klärung auch für die übrigen zur Zeit im Brüder Grimm-Museum verwahrten Kasseler Grimm-Bestände aus Bibliotheksbesitz vornehmen und die betroffenen Bestände an die Landes- und Murhardsche Bibliothek zurückgeben,
4. eine neue UNESCO-Urkunde ausfertigen und überreichen, durch die man die Universität Kassel und die Stadt Kassel gemeinsam für die Pflege und Erschließung des Grimm-Erbes in die Verantwortung nehmen könnte,
5. Leihgaben für den Ausstellungsbetrieb des Brüder Grimm-Museums zwischen Landes- und Murhardscher Bibliothek und Kuratorium des Museums vereinbaren.
(Vorschläge von Alan Kirkness und Berthold Friemel. November / Dezember 2007)


Bis Mitte April 2008 erklärten öffentlich ihre Unterstützung dieser Vorschläge:

Arbeitskreis für Denkmalschutz und Stadtgestalt, Kassel; Dr. Susan Bernofsky, Visiting Assistant Professor of Literature, Sarah Lawrence College, New York (USA); Dr. Stephan Bialas, Germanist und Grimm-Forscher, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg; Oliver Bienkowski, Datenschutzbeauftrager iQ-Unternehmensgruppe GmbH, Vorstand Die Macher e. V., Kassel; Dr. Angela Borchert, Assistant Professor of German and Comparative Literature, University of Western Ontario, London, Ontario (Kanada) ; Dr. Wilhelm Braun, Lexikograph und Grimm-Forscher, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Hartmut Broszinski, Bibliotheksdirektor i. R., Kassel, ehemaliger Leiter der Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek Kassel und ehemaliger Ltd. Bibliotheksdirektor der Landesbibliothek Fulda; Brüder-Grimm-Platz e. V., Kassel; Christine Buchenau, Chefsekretärin Bärenreiter-Verlag Kassel, Geschäftspartnerin Multiple Box Hamburg, Galerie und Kunsthandel, Inhaberin CB-Agentur für Kunsthandel und -vermittlung, Kassel; Harald Engel, Verwaltungsbeamter, Kassel; Dr. Holger Ehrhardt, Germanist und Grimm-Forscher, Kaufungen ; Dr. Harry Fröhlich, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Prof. Dr. Peter Gercke, Museumsdirektor i. R., Vorsitzender der Kurhessischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft Kassel e. V.; Dr. Simon Gilmour, Germanist und Grimm-Forscher, Trier ; Christina Grimm, Lexikographin, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Dr. Volker Harm, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Maria Hartz, Kulturwissenschaftlerin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Jens Haustein, Germanist, Hochschullehrer, Jena; Prof. Dr. Erhard Hexelschneider, Slawist, Literarhistoriker, Leipzig; Verlag S. Hirzel Stuttgart, Dr. Thomas Schaber, Verlagsleiter ; IHK Kassel, Arbeitskreis Tourismus; IHK Kassel, IHK-Initiative UNESCO-Welterbe; Prof. em. Dr. William Jervis Jones, Germanist, Royal Holloway University of London (Großbritannien); Professor Dr. med. Oskar Klinge, Pathologe, Kassel-Bad Wilhelmshöhe; Prof. Dr. Friedhilde Krause, Bibliotheksdirektorin i. R., ehemalige Generaldirektorin der Deutschen Staatsbibliothek Berlin; Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH, Kassel; Dr. Ulrike Leuschner, Germanistin, Editionsphilologin, TU Darmstadt, Forschungsstelle Merck; Dr. Andrea Linnebach, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Schwerpunkt 18. / 19. Jahrhundert, Kassel; Prof. Dr. Dr. h. c. Rainer Ludewig, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Kassel; Prof. Dr. Klaus-Dieter Ludwig, Germanist, Berlin; Dr. Dietrich Lückoff, Romanist und Grimm-Forscher, Rom (Italien); Prof. Dr. Nancy Lukens, Professor of German, University of New Hampshire, Durham (USA); Leonore Martin, Programmkoordinatorin, Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”, Berlin; Claudia Melchersmann-Engel, Bibliothekarin, Kassel; Prof. Dr. Hansjörg Melchior, Direktor der Klinik für Urologie Kassel i. R., Governor 2008/09 D. 1820 Rotary International, Kassel; Angelika Mensching, Linguistin, Philosophin und Übersetzerin, Hamburg; Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Kulturwissenschaftlerin, Marburg; Prof. Dr. Uwe Meves, Germanist, Carl-von-Ossietzy-Universität Oldenburg, Sprecher des Herausgeberkollegiums der Edition "Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden"; Frank Oberbrunner, Rechtsanwalt, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung; Prof. Dr. Rainer Olten, Wirtschaftswissenschaftler, Brüder-Murhard-Forscher, 1986-2006 Sprecher des Beirats der Freunde des Stadtmuseums, Kassel; Dr. Valerie Paradiz, Germanistin und Schriftstellerin, Grimm-Forscherin, High Falls, NY (USA); Dr. Ingrid Pergande-Kaufmann, Germanistin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Dr. Annelise Raub, Germanistin, und Dr. Wolfhard Raub, Germanist und Bibliothekar i. R., Münster; Prof. Dr. Jürgen Reese, Universität Kassel; Prof. Dr. Werner Röcke, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin, Vorsitzender der Grimm-Sozietät zu Berlin e. V., gegr. 1991 ; Dr. Hubert Sauer, Ministerialdirigent a.D., ehem. Kanzler der Universität Kassel; Prof. Barbara Scheuch-Vötterle, Inhaberin des Bärenreiter-Verlags Kassel; Prof. Dr. Michael Schlaefer, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Germanist, Mannheim und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ; Dr. Peter Schmitt, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin; Yannick Philipp Schwarz, Student, Kassel; Martin Seidel, Buchhändler, Berlin; Michael Solf, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Prof. em. Dr. Anthony Stanforth, Germanist, früher Heriot-Watt University, Edinburgh (Großbritannien); Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde (1834), Zweigverein Kassel; Dr. med. Peter Völker, ehem. Ärztlicher Dirtektor des Krankenhauses des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel; Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, Unternehmer, Wirtschafts- und Wissenschaftshistoriker, Kassel; Karl-Hermann Wegner, Museumsdirektor i. R. (Stadtmuseum Kassel), Landesvorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel e. V. (1834); Peter Wengel, Germanist und Grimm-Forscher, Technische Universität Darmstadt ; Inge Wurf, Ururenkelin Wilhelm Grimms, Haldensleben

... ausführliche Fassung der Vorschläge von Kirkness / Friemel  englische Fassung
... Möglichkeit zur Unterstützung dieser Vorschläge

Zu Einzelheiten der Kasseler Unstimmigkeiten
Die Prüfung von Dokumenten zur Überlieferungs- und Eigentumsgeschichte der Kasseler Handexemplare von Werken der Brüder Grimm hat ergeben, daß die Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. in ihrem 2004 an die UNESCO gestellten Antrag zur Aufnahme von fünf Bänden Handexemplaren der Grimmschen Märchen in die Liste des Weldokumentenerbes (Memory of the World) schwerwiegend von den historischen Tatsachen abgewichen ist. Der Sachverhalt ist mit den relevanten historischen Dokumenten für jedermann nachprüfbar unter: http://www.grimmnetz.de/grimm-mow

... HR 2, ”Mikado”, 5. 1. 2008 (Moderation: Manfred E. Schuchmann)
... Deutschlandfunk, “Kultur heute”, 4. 1. 2008
... Deutschlandradio, “Fazit”, 4. 1. 2008

... Grimm-Handexemplare von der Stadt Kassel auf 30 Millionen Euro geschätzt und in Banktresor verbracht
... Antwort des hessischen Wissenschaftsministers auf Anfrage zu Grimm-Büchern
... Grimm-Museum komplett wiedereröffnet
... Grimm-Gesellschaft kritisiert Wikipedia-Artikel
... Rücktritt des Präsidenten der Brüder Grimm-Gesellschaft e. V.?

SlowLine1
SlowLine_Senkr

Briefwechsel der Brüder Grimm, Kritische Ausgabe

zuletzt erschienen:

Briefwechsel der Brüder Grimm mit ihren Wörterbuchverlegern Karl Reimer und Salomon Hirzel, hrsg. von Alan Kirkness unter Mitarbeit von Simon Gilmour

Karl Reimer
Salomon Hirzel

Der Band enthält auf 768 Seiten die Korrespondenz der Brüder Grimm mit Karl Reimer und Salomon Hirzel, den Verlegern des “Deutschen Wörterbuchs”. Von Reimers ersten Vorschlägen für ein solches Wörterbuch während der Göttinger Jahre der Brüder Grimm bis zu den letzten Manuskriptsendungen Jacob Grimms im Sommer 1863 kann hier die Vorbereitung und Ausarbeitung des Wörterbuchs verfolgt werden.

mustergültige Edition ... Hauptverdienst ..., daß sie die über öffentliche Bibliotheken und Privatsammlungen verstreuten Briefe ungekürzt zusammenführt. Erst so gewinnen sie das Eigengewicht, das ihnen in der Grimm-Forschung zusteht. ... Die Verleger treten hier überhaupt erst richtig ins Licht. Namentlich Salomon Hirzel wird zu einer imponierenden Gestalt. ... Der Kommentar verdient uneingeschränktes Lob. ... Der Band ist vorzüglich redigiert. Er reiht sich würdig in die Berliner Ausgabe ein. Ich bin sicher, daß man ihn immer als eines ihrer Glanzlichter schätzen wird.

Karl Stackmann,
Zeitschrift für deutsches Altertum, Bd. 137 (2008)

Erst der vollständige Briefwechsel der Gebrüder Grimm mit ihren Verlegern Karl Reimer und Salomon Hirzel belegt jetzt minutiös, wie dieses Riesenwerk überhaupt konzipiert, vorbereitet und schließlich aus der Wiege gehoben werden konnte. Von den ersten Briefen an wird die wichtige Rolle der beiden Verleger deutlich. ... Anhand der mehr als 700 kritisch edierten und vorbildlich kommentierten Briefe begreift man jetzt erstmals den immensen logistischen Aufwand, von dem sich die Beteiligten zu Beginn kaum einen Begriff machen konnten. Ganze Heere von Zuträgern wurden mit der sprachlichen Inventarisierung einzelner deutscher Autoren seit dem 16. Jahrhundert beauftragt, gegen Honorar lieferten sie etwa 600 000 Belegzettel. Daraus entstanden ab 1848 die Artikel

Alexander Košenina,
Süddeutsche Zeitung, 29. Januar 2008

Das ”Deutsche Wörterbuch” ist das Grundlagenwerk historischer deutscher Lexikologie und Lexikographie und eines der führenden historischen Wörterbücher im europäischen Raum. Begründet wurde es 1838 von Jacob und Wilhelm Grimm auf Anregung des Verlegers Karl Reimer, der bis 18bd5kl52 zusammen mit seinem Geschäftspartner Salomon Hirzel das Wörterbuch verlegerisch betreute. Ab 1853 erschien das Wörterbuch im Verlag S. Hirzel Leipzig. Die ca. 750 Briefe umfassende Korrespondenz zwischen den Lexikographen Grimm und ihren Verlegern stellt die aufschlussreichste Quelle zur ersten Bearbeitungsphase (1838—1863) des Werks dar und ermöglicht, den Verlauf der Ausarbeitung der Buchstaben A bis F genau zu rekonstruieren.
Man erhält detaillierten Einblick in methodische und arbeitspraktische Überlegungen und Maßnahmen der Grimms und ihrer Verleger bei der Planung und Durchführung dieses damals sehr ungewöhnlichen Großvorhabens. ”Es gilt mit Recht für das größte literarische Unternehmen des Jahrhunderts”, stellte Salomon Hirzel stolz fest. Für Jacob Grimm wurde er ein echter Freund, und dieser Briefwechsel ist für die Zeit seiner Arbeit am Wörterbuch dadurch zugleich eine der wichtigsten Quellen zur wissenschaftlichen und privaten Biographie Jacob Grimms. Der überlieferte Briefwechsel erscheint hier kritisch ediert und ausführlich kommentiert, durch Arbeitsprotokolle der Grimms ergänzt und durch ein Personenregister erschlossen.

... Bestellmöglichkeit für den Band

2006 erschien als Band 1.2:
Brüder Grimm, Sagenkonkordanz, hrsg. von Heinz Rölleke
Das umfangreiche Manuskript dieses zunächst für den gemeinsamen privaten Gebrauch bestimmten Frühwerkes der Brüder Grimm lag bisher weitgehend unbenutzt im Grimm-Nachlaß Aus den Manuskripten zur "Sagenkonkordanz"der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Sagenkonkordanz gehört jedoch zu denjenigen Arbeitsmaterialien Jacob und Wilhelm Grimms, die sich auch für Außenstehende verhältnismäßig leicht erschließen und die von den heutigen Geisteswissenschaft en unter vielfältigen Aspekten herangezogen werden können. Es handelt sich um einen fast tausend Motive umfassenden Index zur epischen Volksdichtung, wie sie die Brüder Grimm als ursprünglichste und wertvollste Form aller Poesie ansahen.
  Die Sagenkonkordanz der Brüder Grimm entstand zum größten Teil um 1810, parallel zu den Arbeiten der Brüder Grimm am Band 1 ihrer “Kinder- und Hausmärchen”. Diese werden in der Konkordanz noch nach den unveröffentlichten Manuskripten zitiert. Rölleke bezeichnet die Sagenkonkordanz als “riesigen Steinbruch (erwachsen aus eminenter Belesenheit und wissenschaftlicher Reflexion)”.

... mehr Informationen und Bestellmöglichkeit

SlowLine1

König Jérômes Karneval
Literarische Spuren des Königreichs Westphalen
Ausstellung im Marburger Haus der Romantik
Ausstellung der Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin im Marburger Haus der Romantik, Frühjahr 2008
Die Ausstellung im Marburger Haus der Romantik bot einen einführenden Überblick zur literarischen Überlieferung, die mit dem napoleonischen “Königreich Westphalen” verbunden ist: Bücher und literarisches Leben in diesem Königreich, Sichten von außen und literarisches Nachleben. König in diesem Reich war Napoleons Bruder Jérôme. Der gerade 23jährige Jacob Grimm wurde bei ihm Privatbibliothekar und später zum “Staatsratsauditor”, so etwas wie ein Sekretär im höchsten Regierungsgremium des Staates, ernannt. Das Königreich Westphalen war die Umwelt, in der die Brüder Grimm die Grundlagen ihres Lebenswerkes schufen.
... Webgalerie zur Ausstellung
... Marburger Haus der Romantik
... Beitrag zur Ausstellung im Grimmforum

Intelligenztaxe
SlowLine1

Aus der Wörterbuch-Werkstatt
der Brüder Grimm
Es begann während des Besuchs von Professor Alan Kirkness aus Auckland (Neuseeland) in Berlin 2005:Wörterbuchband im Museum Haldensleben Bei Recherchen zu Materialien über die Entstehungsgeschichte des “Deutschen Wörterbuchs” gelangen überraschende Funde.

Dazu gehörte zunächst ein Protokoll Jacob Grimms, in dem er sich genau über den Verlauf seiner Arbeit am Wörterbuch Rechenschaft ablegte. Bei einem Besuch aus Anlaß der damals gerade eröffneten neuen Dauerausstellung mit Originalgegenständen aus der Familie Grimm im
Museum Haldensleben entdeckte Kirkness im August 2005 in den Buchbeständen des Museums dann ein bisher unbekanntes Arbeitsexemplar Jacob Grimms vom ersten Band des “Deutschen Wörterbuchs” (mehr dazu), und am Ende seines Berlin-Aufenthalts im September 2005 kam aus der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau die Nachricht, daß neun seit dem Zweiten Weltkrieg vermißte Bände des “Deutschen Wörterbuchs” aus dem Besitz der Brüder Grimm mit äußerst zahlreichen und aussagekräftigen Notizen dort aufgefunden wurden und bald darauf für eine Benutzung zugänglich gemacht werden könnten.  

Grimm-Handexemplare des “Deutschen Wörterbuchs” in KrakauZwei Wörterbuch-Seiten mit Notizen Jacob Grimms, Jagiellonen-Bibliothek Krakau
Die neun Krakauer Bände wurden Ende 2005 ausführlich von der Jagiellonen-Bibliothek beschrieben und wurden bis 2008 vollständig digitalisiert. Eine Übersicht über die neu zusammengetragenen Materialien zur Entstehungsgeschichte des Wörterbuchs gaben Alan Kirkness und Berthold Friemel im Band 16 des “Brüder Grimm Gedenken” (2005).

... erste Nachricht über den Krakauer Fund im Grimmforum, Januar 2006

... Bericht über die Sichtung der Originalbände in Krakau und über ein Gespräch mit einer Bibliothekarin und einem Bibliothekar, die die Bände bei ihren Arbeiten entdeckt haben (April 2006)

... zum Grimm-Wörterbuch in der digitalisierten Fassung der Universität Trier

... mehr aus der Wörterbuch-Werkstatt

SlowLine1

Am Anfang einer neuen Wissenschaft

Die Germanistik als Wissenschaft der deutschen und germanischen Sprachen und Literaturen, wie sie bis vor kurzem als Studien- und Forschungsfach an allen deutschen und den größeren internationalen Universitäten vertreten war, entstand in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wird im allgemeinen Bewußtsein nicht zu Unrecht von den Brüdern Grimm hergeleitet. weiter 

SlowLine1

                     Grimmnetz Dienstag, 28. April 2009