grimmnetz.de

eine Adresse der Brüder Grimm
im Internet

JETZT NEU:

Kritische Ausgabe
Band 8

Briefwechsel der Brüder
Jacob und Wilhelm Grimm mit
Johann Martin Lappenberg, Friedrich Lisch und
Georg Waitz

jwg11

Grimm’sches Wörterbuch online:
Erstbearbeitung und
Neubearbeitung

Wikisource: Werke der
Brüder Grimm,
Jacob Grimms und
Wilhelm Grimms

Deutsches Textarchiv:
Werke der Brüder Grimm

Handexemplare der Märchen,
erste beide Auflagen
1812, 1815, 1819

Kontakt / Impressum

Band 8 der
Grimm-Briefausgabe
ist nun erhältlich!

Dieser Band dokumentiert Jacob und Wilhelm Grimms Kooperation mit drei der bedeutendsten Historiker ihrer Zeit: Johann Martin Lappenberg, Friedrich Lisch und Georg Waitz. Lappenberg, Hamburger Stadtarchivar, galt als einer der besten Spezialisten für die Geschichte der Hanse und die frühe Geschichte Englands. Wie Waitz leistete er große und bedeutende Beiträge zur Sammlung und Herausgabe der mittelalterlichen europäischen Geschichtsquellen. Lisch, Archivar in Schwerin und mecklenburgischer Altertumsforscher, korrespondierte mit den Brüdern Grimm vor allem über Vorgeschichte, Archäologie und mittelalterliche Handschriften. Spätere disziplinäre Differenzierung hat in Vergessenheit geraten lassen, in welchem Ausmaß die Brüder Grimm auch bei den damaligen Historikern anerkannt und in deren Kreis eingebunden waren, was auch in politischer Hinsicht gilt. Jacob Grimms Briefwechsel mit Waitz dokumentiert einen wesentlichen Wandel seiner politischen Meinung nach den Erfahrungen von 1848 (beide waren Abgeordnete der Nationalversammlung). Die bisher nahezu unveröffentlichten Briefwechsel werden durch detaillierte Sachkommentare erschlossen.

Alan Kirkness setzt seine Wörterbuchgeschichte fort

Geschichte des Grimmschen Deutschen Wörterbuchs
1863 bis 1908

2 Bände, Stuttgart: S. Hirzel 2021

Das umfangreiche Werk umfasst den Zeitraum von Jacob Grimms Tod 1863 bis zur Übernahme des DWB durch die Preußische Akademie der Wissenschaften 1908. Kirkness kombiniert dabei germanistische Fachhistoriographie mit quelleneditorischer Dokumentation in außergewöhnlicher Vollständigkeit. Dabei bleibt er seiner dokumentarischen Methode treu, die sich in seinen früheren größeren Arbeiten zur DWB-Geschichte bewährt hat: in dem inhaltlichen Vorgänger des aktuellen Werks, der DWB-Geschichte 1838—1863 (Stuttgart: S. Hirzel 1980), in einem zeitlich dazu gehörigen Quellenband zur öffentlichen Rezeption des DWB 1838—1863 (ebd. 2021, siehe Beitrag unten) sowie in Band 5 und 6 der kritischen Grimm-Briefausgabe mit DWB-Schwerpunkt (ebd. 2007 und 2010).

In der neuen zweibändigen Buchveröffentlichung erschließt Kirkness projektinterne lexikographische, universitäts- und akademiegeschichtliche, bürokratisch-politische und öffentlich-rezeptive Aspekte des germanistischen Großprojekts. Damit entfaltet er ein multiperspektivisches Panorama des DWB in den ersten Phasen der nach-Grimm’schen Bearbeitung. Der Autor schreibt „in erster Linie eine externe Geschichte zur Entstehung und Rezeption des DWB in seinem historischen wissenschaftlichen und (wissenschafts-)politischen Kontext“ und geht nur streiflichtartig auf „die Quellen- und Belegbasis des Wörterbuchs wie auf Inhalt und Redaktion auch einzelner Wörterbuchartikel“ ein (S. XIII).

Der Hauptteil des Werks beruht auf unveröffentlichtem Archivmaterial, auf Wissenschaftlernachlässen sowie Behörden- und Verlagsakten. Die Dokumente erschließen Fachdiskussionen in Privatbriefen, Verhandlungen mit dem Hirzel-Verlag, Auseinandersetzungen mit Universitäts- und Akademievertretern, amtliche Kommunikation zwischen Regierungsbehörden, kaiserliche Erlasse und vieles mehr.

Kirkness hat mit seiner bedeutenden wissenschaftsgeschichtlichen Arbeit auch eine Grundlage für die nähere Erforschung der Geschichte des DWB im 20. und 21. Jahrhundert geschaffen, die besonders wegen der angespannten Situation der historischen deutschen Lexikographie ein Desiderat ist (siehe dazu auch Kirkness’ langen Beitrag „Es leben die Riesenschildkröten! Plädoyer für die wissenschaftlich-historische Lexikographie des Deutschen“ von 2016).

Zum Jahreswechsel 2020 / 2021 ist erschienen

Das Grimmsche Deutsche Wörterbuch
in der öffentlichen Diskussion 1838—1863.
Eine Dokumentation zeitgenössischer
Ankündigungen, Anzeigen und Rezensionen

Herausgegeben von Alan Kirkness unter Mitarbeit von Berthold Friemel, Philip Kraut und
Joël Lorenz. Stuttgart: S. Hirzel 2021

Die Forschung zur Geschichte des Grimm’schen „Deutschen Wörterbuchs“ (DWB) in seiner Frühzeit bis zum Tod Jacob Grimms wird durch eine umfangreiche Quellenedition von bisher wenig bekannten Texten ergänzt, die die öffentliche Diskussion um das Wörterbuch dokumentieren. Die herausgegebenen Ankündigungen, Anzeigen und Rezensionen erschienen in zeitgenössischen Zeitungen, Zeitschriften und Fachblättern; aufgenommen wurden auch selbstständige Veröffentlichungen wie die Pamphlete der schärfsten Kritiker Wurm und Sanders. Die Quellendokumente liegen in der Edition nach Textsorten und chronologisch geordnet vor und werden durch eine ausführliche Einleitung, Kurzkommentare und ein Personenregister erschlossen. Das DWB erschien, wie es auch heute noch für manche wissenschaftliche Wörterbücher üblich ist, in Einzellieferungen, deren Veröffentlichung sich sukzessive über einen längeren Zeitraum erstreckte, bis sie zu einem Band zusammengefasst wurden. Die Rezensionen behandeln also nicht nur die abgeschlossenen Bände des DWB, sondern auch kontinuierlich die Vielzahl an Einzellieferungen, mit besonders dichter Folge 1852—1854, als die Stichwortstrecke des ersten Bandes publiziert wurde.

Bei der Sammlung der mehr als hundertfünfzig Texte wurde Vollständigkeit angestrebt, sodass sich ein differenziertes Bild der sprachwissenschaftlichen und kulturpolitischen Diskussion um das Wörterbuch ergibt. Die behandelten Themen reichen vom nationalen Anspruch des Wörterbuchs über lexikographische Argumente auf hohem Niveau bis zu konfessionellen Fragen. Häufig sind Details der Sprachverwendung Mitte des 19. Jahrhunderts angeführt, für die hier also zahlreiche Einzelbelege gewonnen werden können. Deutlich wird, wie respektiert, aber auch wie umstritten die Brüder Grimm und ihr Wörterbuch in der Anfangsphase des Werks waren. Der Band beruht auf langjährigen Sammlungen und Forschungen des Germanisten und Grimm-Philologen Alan Kirkness, der die oftmals schwer zugänglichen Texte zusammenstellte. „Bei der Suche bildeten die beiden im Nachlass Grimm der Staatsbibliothek zu Berlin — Preußischer Kulturbesitz aufbewahrten Sammlungen den Ausgangspunkt. Wo immer möglich wurden die Dokumente auch eigens ermittelt und autopsiert, besonders in der Zeitungsabteilung der Staatsbibliothek.“ (S. 19)

Buchseite zum Blättern anklicken

Im Herbst 2020 erschienen

Dietrich Lückoff: Aus dem Leben und Kleben des Freiherrn
Karl Hartwig Gregor von Meusebach

Dietrich Lückoff stellt in seiner fast 650-seitigen biographischen Quellendokumentation den Familienmenschen in seinem privaten Umfeld wie auch den gelehrten und bestens vernetzten Grandseigneur im vormärzlichen Berlin vor und stellt damit — nach ersten Arbeiten noch aus dem 19. Jahrhundert — die Forschung zu Meusebach auf eine neue Grundlage. Meusebach ist heute vor allem durch seine wertvolle Bibliothek älterer und seltener deutscher Drucke und durch seine enge Freundschaft mit Germanisten wie den Brüdern Grimm, Hoffmann von Fallersleben und Karl Lachmann bekannt — weniger als Experte für Johann Fischart, als der er vor allem gelten wollte und dessen Leben und Werke jahrzehntelang sein Lieblingsstudium waren, oder als hoher preußischer Richter.

Meusebach wurde 1781 in eine alte thüringische Adelsfamilie geboren, heiratete die ebenfalls aus thüringischem Uradel stammende Ernestine von Witzleben und gehörte seit seinem Wirken als Präsident des rheinischen Revisionshofs in Koblenz zur hochgebildeten preußischen Beamtenelite. Neben den adligen Familien Gneisesau, Clausewitz, Savigny und Arnim gehörten auch jüngere wissenschaftliche Talente wie Moriz Haupt zum engsten Freundeskreis der Familie Meusebach. Nachdem Meusebach 1840 sich, seiner Familie und seiner Bibliothek zwischen Potsdam und Werder in Geltow an der Havel einen Altersruhesitz im italienischen Stil bauen ließ, starb er schon 1847 als frühpensionierter Richter des rheinischen Revisionshofs in Berlin, an dem er seit 1819 in der Kriminalistik wirkte. Sein germanistisches Hauptwerk, Studien zu dem frühneuhochdeutschen Dichter Fischart, erschien erst mehr als dreißig Jahre später postum.

Buchcover zum Blättern anklicken

Zu Meusebach und seiner Familie, aber auch zu den anderen genannten Personen präsentiert Lückoffs Biographie zu einem großen Teil unbekannte oder schwer zugängliche Archivmaterialien — Briefwechsel, Tagebucheinträge, Notizensammlungen, Zeichnungen und Porträts —, die historische Konstellationen und Alltagsereignisse aus der Nahperspektive dokumentieren und manchmal nur Lückoff zugänglich waren.

Briefwechsel der Brüder Grimm mit Gustav Freytag,
Moriz Haupt, Heinrich Hoffmann von Fallersleben und
Franz Joseph Mone (2015)

Band 7 der Grimm-Briefedition
mit verschollenem Fragment
des mittelalterlichen französischen Roman de Renart

Alle Briefautoren des neuen Bandes sind prominente Persönlichkeiten ihrer Zeit. Freytag, später sehr erfolgreich als Romancier, war als junger Mann Universitätsgermanist und arbeitete am Wörterbuch der Brüder Grimm mit, konnte sich jedoch nicht als Wissenschaftler etablieren. Zunehmend rückte er von seinem Breslauer Lehrer Hoffmann von Fallersleben ab, der schon seit 1818 zum engeren Arbeitsumfeld der Grimms gehörte und mit ihnen über deutsche und niederländische Literatur korrespondierte. — Die Brüder Grimm und der jüngere Philologe Haupt tauschten sich über alte Sprachen wie Gotisch oder Griechisch, altdeutsche Literatur und die eigene Forschung aus. Mit dem badischen Germanisten und Archivar Mone verband die Brüder Grimm zugleich Freundschaft und scharfe wissenschaftliche Kritik. Der Zugang zu den Heidelberger Handschriften wurde mit ihm genauso diskutiert wie das Verhältnis von Mythos und Geschichte. — Die Briefe werden durch Apparate, lemmatisierte Kommentare und ein Personenregister erschlossen. Eine kleine Sensation ist, dass zu den Quellen, die der Band 7 zugänglich macht, auch das seit Jahrzehnten verschollene und bisher nie edierte Fragment e des mittelalterlichen Roman de Renart gehört, das Mone einem Brief an Jacob Grimm beifügte.

Die Quellen sind immer mehr werth, als was wir drüber zu sagen, oder daraus zu ziehen wißen.

Jacob Grimm an Mone, 8. November 1817

Übertrüge man die klassisch-philologische Kritik, Hermeneutik, u. das ganze Leben u. Weben der Philologen auf unsere Volksdenkmahle, wie könnte man je an eine völlige Vertilgung dieser Heuschreckenbande denken. Vertilgung aber will ich hier nur in so fern, als man die griechische u. lateinische Sprache zum Werkzeug alles menschlichen Wissens, zum einzig möglichen Weg, zum Besitze von einigermaßen nennbarer Bildung zu gelangen, u. zum Maaßstabe etwaniger Anstellung und Beförderung im Staate macht, von deren Kenntniß doch das letztere oft am wenigsten abhängt. Die Philologie hat uns nur ein Viertel weniger geschadet als das Pfaffenthum, und wird uns noch hinfüro einen Klotz in den Weg legen, wenn wir nicht auf unserer Hut sind, diesen Sprachen eben die Gränzen anzuweisen, die jeder fremden zukommen.

 

Hoffmann von Fallersleben an Jacob Grimm,
Ende 1819

Grimm-Bestände in Hessen im Vergleich mit anderen großen Grimm-Beständen

Eine Broschüre, in der die hessischen Grimm-Bestände in Bad Homburg, Hanau, Kassel, Marburg, Schlüchtern und Steinau in kurzen Übersichtsartikeln beschrieben und mit den großen außerhessischen Grimm-Beständen in Berlin, Göttingen, Haldensleben, Krakau, Nürnberg sowie in Privatbesitz verglichen werden, ist vor einigen Jahren bei kassel university press erschienen und wird auch von der Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin als PDF-Download angeboten.

Die Broschüre entstand anlässlich der kulturpolitischen Diskussionen, die in Hessen und besonders in Kassel über die Brüder Grimm geführt wurden, beispielsweise im Zusammenhang mit der hessischen Regierungskonzeption „Hessen — Land der Brüder Grimm“ (2006).

Vorschläge zur Beilegung der Unstimmigkeiten um Kasseler Grimm-Bestände

Nachdem sich Wissenschaftler und Bibliothekare Ende 2006 an die UNESCO wandten und diese auf falsche Angaben zu den Überlieferungs- und Eigentumsverhältnissen im Antrag der Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. zur Aufnahme von fünf Bänden der Kasseler Handexemplare der „Kinder- und Hausmärchen“ in das Register des Weltdokumentenerbes (Memory of the World) aufmerksam machten, kam es zu intensiven Kontakten mit Personen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen für diese Belange zuständig sind. Dabei stellte sich heraus, dass es Unstimmigkeiten um weitere umfangreiche Grimm-Bestände gab. Da eine Lösung sich bis dahin nicht abzeichnete, entstand im Kreis der Unterzeichner des Briefes an die UNESCO aus dem Jahr 2006 die Initiative für einen Fünfpunkteplan zur Klärung dieser Probleme. Nachfolgend wurden der Text des UNESCO-Antrags geändert und eine neue Urkunde übergeben. Die zuvor im Brüder Grimm-Museum befindlichen Buch- und Bibliotheksbestände werden inzwischen zum größten Teil von der Universitätsbibliothek Kassel betreut und sind in deren Katalog recherchierbar.  Die umstrittenen Handexemplare der Märchen sind digitalisiert und als Leihgaben in der „Grimmwelt“ Kassel ausgestellt. Den Anliegen der 2007 / 2008 von Wissenschaftlern und Bibliothekaren unterbreiteten Vorschläge ist damit überwiegend entsprochen:

Zu Einzelheiten der Kasseler Unstimmigkeiten

Die Prüfung von Dokumenten zur Überlieferungs- und Eigentumsgeschichte der Kasseler Handexemplare von Werken der Brüder Grimm hat ergeben, dass die Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. in ihrem 2004 an die UNESCO gestellten Antrag zur Aufnahme von fünf Bänden Handexemplaren der Grimmschen Märchen in die Liste des Weldokumentenerbes (Memory of the World) schwerwiegend von den historischen Tatsachen abgewichen ist. Der Sachverhalt ist mit den relevanten historischen Dokumenten für jedermann nachvollziehbar unter:

  1. Die fünf Bände des UNESCO-Weltdokumentenerbes aus dem Banktresor in die Landes- und Murhardsche Bibliothek bringen, wo sie fachgerecht betreut und zugänglich gemacht werden können,
  2. die Eigentümerschaft und sonstigen Rechtsverhältnisse dieser Bände feststellen, wie es die UNESCO-Richtlinien vor der Eintragung in das Register des „Memory of the World“ verbindlich vorschreiben,
  3. eine solche Klärung auch für die übrigen zur Zeit im Brüder Grimm-Museum verwahrten Kasseler Grimm-Bestände aus Bibliotheksbesitz vornehmen und die betroffenen Bestände an die Landes- und Murhardsche Bibliothek zurückgeben,
  4. eine neue UNESCO-Urkunde ausfertigen und überreichen, durch die man die Universität Kassel und die Stadt Kassel gemeinsam für die Pflege und Erschließung des Grimm-Erbes in die Verantwortung nehmen könnte,
  5. Leihgaben für den Ausstellungsbetrieb des Brüder Grimm-Museums zwischen Landes- und Murhardscher Bibliothek und Kuratorium des Museums vereinbaren.

(Vorschläge von Alan Kirkness und Berthold Friemel. November / Dezember 2007)

Bis Mitte April 2008 erklärten öffentlich ihre Unterstützung dieser Vorschläge:

Arbeitskreis für Denkmalschutz und Stadtgestalt, Kassel; Dr. Susan Bernofsky, Visiting Assistant Professor of Literature, Sarah Lawrence College, New York (USA); Dr. Stephan Bialas, Germanist und Grimm-Forscher, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg; Oliver Bienkowski, Datenschutzbeauftrager iQ-Unternehmensgruppe GmbH, Vorstand Die Macher e. V., Kassel; Dr. Angela Borchert, Assistant Professor of German and Comparative Literature, University of Western Ontario, London, Ontario (Kanada) ; Dr. Wilhelm Braun, Lexikograph und Grimm-Forscher, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Hartmut Broszinski, Bibliotheksdirektor i. R., Kassel, ehemaliger Leiter der Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek Kassel und ehemaliger Ltd. Bibliotheksdirektor der Landesbibliothek Fulda; Brüder-Grimm-Platz e. V., Kassel; Christine Buchenau, Chefsekretärin Bärenreiter-Verlag Kassel, Geschäftspartnerin Multiple Box Hamburg, Galerie und Kunsthandel, Inhaberin CB-Agentur für Kunsthandel und -vermittlung, Kassel; Harald Engel, Verwaltungsbeamter, Kassel; Dr. Holger Ehrhardt, Germanist und Grimm-Forscher, Kaufungen ; Dr. Harry Fröhlich, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Prof. Dr. Peter Gercke, Museumsdirektor i. R., Vorsitzender der Kurhessischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft Kassel e. V.; Dr. Simon Gilmour, Germanist und Grimm-Forscher, Trier ; Christina Grimm, Lexikographin, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Dr. Volker Harm, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Maria Hartz, Kulturwissenschaftlerin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Jens Haustein, Germanist, Hochschullehrer, Jena; Prof. Dr. Erhard Hexelschneider, Slawist, Literarhistoriker, Leipzig; Verlag S. Hirzel Stuttgart, Dr. Thomas Schaber, Verlagsleiter; IHK Kassel, Arbeitskreis Tourismus; IHK Kassel, IHK-Initiative UNESCO-Welterbe; Prof. em. Dr. William Jervis Jones, Germanist, Royal Holloway University of London (Großbritannien); Professor Dr. med. Oskar Klinge, Pathologe, Kassel-Bad Wilhelmshöhe; Prof. Dr. Friedhilde Krause, Bibliotheksdirektorin i. R., ehemalige Generaldirektorin der Deutschen Staatsbibliothek Berlin; Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH, Kassel; Dr. Ulrike Leuschner, Germanistin, Editionsphilologin, TU Darmstadt, Forschungsstelle Merck; Dr. Andrea Linnebach, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Schwerpunkt 18. / 19. Jahrhundert, Kassel; Prof. Dr. Dr. h. c. Rainer Ludewig, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Kassel; Prof. Dr. Klaus-Dieter Ludwig, Germanist, Berlin; Dr. Dietrich Lückoff, Romanist und Grimm-Forscher, Rom (Italien); Prof. Dr. Nancy Lukens, Professor of German, University of New Hampshire, Durham (USA); Leonore Martin, Programmkoordinatorin, Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”, Berlin; Claudia Melchersmann-Engel, Bibliothekarin, Kassel; Prof. Dr. Hansjörg Melchior, Direktor der Klinik für Urologie Kassel i. R., Governor 2008/09 D. 1820 Rotary International, Kassel; Angelika Mensching, Linguistin, Philosophin und Übersetzerin, Hamburg; Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Kulturwissenschaftlerin, Marburg; Prof. Dr. Uwe Meves, Germanist, Carl-von-Ossietzy-Universität Oldenburg, Sprecher des Herausgeberkollegiums der Edition „Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden“; Frank Oberbrunner, Rechtsanwalt, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung; Prof. Dr. Rainer Olten, Wirtschaftswissenschaftler, Brüder-Murhard-Forscher, 1986-2006 Sprecher des Beirats der Freunde des Stadtmuseums, Kassel; Dr. Valerie Paradiz, Germanistin und Schriftstellerin, Grimm-Forscherin, High Falls, NY (USA); Dr. Ingrid Pergande-Kaufmann, Germanistin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Dr. Annelise Raub, Germanistin, und Dr. Wolfhard Raub, Germanist und Bibliothekar i. R., Münster; Prof. Dr. Jürgen Reese, Universität Kassel; Prof. Dr. Werner Röcke, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin, Vorsitzender der Grimm-Sozietät zu Berlin e. V., gegr. 1991 ; Dr. Hubert Sauer, Ministerialdirigent a.D., ehem. Kanzler der Universität Kassel; Prof. Barbara Scheuch-Vötterle, Inhaberin des Bärenreiter-Verlags Kassel; Prof. Dr. Michael Schlaefer, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Germanist, Mannheim und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ; Dr. Peter Schmitt, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin; Yannick Philipp Schwarz, Student, Kassel; Martin Seidel, Buchhändler, Berlin; Michael Solf, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Prof. em. Dr. Anthony Stanforth, Germanist, früher Heriot-Watt University, Edinburgh (Großbritannien); Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde (1834), Zweigverein Kassel; Dr. med. Peter Völker, ehem. Ärztlicher Direktor des Krankenhauses des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel; Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, Unternehmer, Wirtschafts- und Wissenschaftshistoriker, Kassel; Karl-Hermann Wegner, Museumsdirektor i. R. (Stadtmuseum Kassel), Landesvorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel e. V. (1834); Peter Wengel, Germanist und Grimm-Forscher, Technische Universität Darmstadt ; Inge Wurf, Ururenkelin Wilhelm Grimms, Haldensleben

Einige der genannten Unterstützerinnen und Unterstützer des Fünfpunkteplans sind leider inzwischen verstorben. Allen gebührt herzlicher Dank für ihr Engagement.

Aus der Wörterbuch-Werkstatt der Brüder Grimm

Es begann während eines Besuchs von Professor Alan Kirkness aus Auckland (Neuseeland) in Berlin 2005:

Bei Recherchen zu Materialien über die Entstehungsgeschichte des „Deutschen Wörterbuchs“ gelangen überraschende Funde.

Dazu gehörte zunächst ein Protokoll Jacob Grimms, in dem er sich genau über den Verlauf seiner Arbeit am Wörterbuch Rechenschaft ablegte. Bei einem Besuch aus Anlass der damals gerade eröffneten neuen Dauerausstellung mit Originalgegenständen aus der Familie Grimm im Museum Haldensleben entdeckte Kirkness im August 2005 in den Buchbeständen des Museums dann ein bisher unbekanntes Arbeitsexemplar Jacob Grimms vom ersten Band des „Deutschen Wörterbuchs“ (mehr dazu), und am Ende seines Berlin-Aufenthalts im September 2005 kam aus der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau die Nachricht, dass neun seit dem Zweiten Weltkrieg vermisste Bände des „Deutschen Wörterbuchs“ aus dem Besitz der Brüder Grimm mit äußerst zahlreichen und aussagekräftigen Notizen dort aufgefunden wurden und bald darauf für eine Benutzung zugänglich gemacht werden könnten. 

Grimm-Handexemplare des „Deutschen Wörterbuchs“
in Krakau

Die neun Krakauer Bände wurden Ende 2005 ausführlich von der Jagiellonen-Bibliothek beschrieben und wurden bis 2008 vollständig digitalisiert. Eine Übersicht über die neu zusammengetragenen Materialien zur Entstehungsgeschichte des Wörterbuchs gaben Alan Kirkness und Berthold Friemel im Band 16 des „Brüder Grimm Gedenken“.

grimmnetz.de 2022