Im Herbst 2020 erschienen

Dietrich Lückoff: Aus dem Leben und Kleben des Freiherrn
Karl Hartwig Gregor von Meusebach

Dietrich Lückoff stellt in seiner fast 650-seitigen biographischen Quellendokumentation den Familienmenschen in seinem privaten Umfeld wie auch den gelehrten und bestens vernetzten Grandseigneur im vormärzlichen Berlin vor und stellt damit — nach ersten Arbeiten noch aus dem 19. Jahrhundert — die Forschung zu Meusebach auf eine neue Grundlage. Meusebach ist heute vor allem durch seine wertvolle Bibliothek älterer und seltener deutscher Drucke und durch seine enge Freundschaft mit Germanisten wie den Brüdern Grimm, Hoffmann von Fallersleben und Karl Lachmann bekannt — weniger als Experte für Johann Fischart, als der er vor allem gelten wollte und dessen Leben und Werke jahrzehntelang sein Lieblingsstudium waren, oder als hoher preußischer Richter.

Meusebach wurde 1781 in eine alte thüringische Adelsfamilie geboren, heiratete die ebenfalls aus thüringischem Uradel stammende Ernestine von Witzleben und gehörte seit seinem Wirken als Präsident des rheinischen Revisionshofs in Koblenz zur hochgebildeten preußischen Beamtenelite. Neben den adligen Familien Gneisesau, Clausewitz, Savigny und Arnim gehörten auch jüngere wissenschaftliche Talente wie Moriz Haupt zum engsten Freundeskreis der Familie Meusebach. Nachdem Meusebach 1840 sich, seiner Familie und seiner Bibliothek zwischen Potsdam und Werder in Geltow an der Havel einen Altersruhesitz im italienischen Stil bauen ließ, starb er schon 1847 als frühpensionierter Richter des rheinischen Revisionshofs in Berlin, an dem er seit 1819 in der Kriminalistik wirkte. Sein germanistisches Hauptwerk, Studien zu dem frühneuhochdeutschen Dichter Fischart, erschien erst mehr als dreißig Jahre später postum.

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Zu Meusebach und seiner Familie, aber auch zu den anderen genannten Personen präsentiert Lückoffs Biographie zu einem großen Teil unbekannte oder schwer zugängliche Archivmaterialien — Briefwechsel, Tagebucheinträge, Notizensammlungen, Zeichnungen und Porträts —, die historische Konstellationen und Alltagsereignisse aus der Nahperspektive dokumentieren und manchmal nur Lückoff zugänglich waren.

Briefwechsel der Brüder Grimm mit Gustav Freytag, Moriz Haupt,
Heinrich Hoffmann von Fallersleben und Franz Joseph Mone (2015)

Band 7 der Grimm-Briefedition
mit verschollenem Fragment
des mittelalterlichen französischen Roman de Renart

Alle Briefautoren des neuen Bandes sind prominente Persönlichkeiten ihrer Zeit. Freytag, später sehr erfolgreich als Romancier, war als junger Mann Universitätsgermanist und arbeitete am Wörterbuch der Brüder Grimm mit, konnte sich jedoch nicht als Wissenschaftler etablieren. Zunehmend rückte er von seinem Breslauer Lehrer Hoffmann von Fallersleben ab, der schon seit 1818 zum engeren Arbeitsumfeld der Grimms gehörte und mit ihnen über deutsche und niederländische Literatur korrespondierte. — Die Brüder Grimm und der jüngere Philologe Haupt tauschten sich über alte Sprachen wie Gotisch oder Griechisch, altdeutsche Literatur und die eigene Forschung aus. Mit dem badischen Germanisten und Archivar Mone verband die Brüder Grimm zugleich Freundschaft und scharfe wissenschaftliche Kritik. Der Zugang zu den Heidelberger Handschriften wurde mit ihm genauso diskutiert wie das Verhältnis von Mythos und Geschichte. — Die Briefe werden durch Apparate, lemmatisierte Kommentare und ein Personenregister erschlossen. Eine kleine Sensation ist, dass zu den Quellen, die der Band 7 zugänglich macht, auch das seit Jahrzehnten verschollene und bisher nie edierte Fragment e des mittelalterlichen Roman de Renart gehört, das Mone einem Brief an Jacob Grimm beifügte.

Die Quellen sind immer mehr werth, als was wir drüber zu sagen, oder daraus zu ziehen wißen.

Jacob Grimm an Mone, 8. November 1817

Übertrüge man die klassisch-philologische Kritik, Hermeneutik, u. das ganze Leben u. Weben der Philologen auf unsere Volksdenkmahle, wie könnte man je an eine völlige Vertilgung dieser Heuschreckenbande denken. Vertilgung aber will ich hier nur in so fern, als man die griechische u. lateinische Sprache zum Werkzeug alles menschlichen Wissens, zum einzig möglichen Weg, zum Besitze von einigermaßen nennbarer Bildung zu gelangen, u. zum Maaßstabe etwaniger Anstellung und Beförderung im Staate macht, von deren Kenntniß doch das letztere oft am wenigsten abhängt. Die Philologie hat uns nur ein Viertel weniger geschadet als das Pfaffenthum, und wird uns noch hinfüro einen Klotz in den Weg legen, wenn wir nicht auf unserer Hut sind, diesen Sprachen eben die Gränzen anzuweisen, die jeder fremden zukommen.

 

Hoffmann von Fallersleben an Jacob Grimm,
Ende 1819

Grimm-Bestände in Hessen im Vergleich mit anderen großen Grimm-Beständen

Eine Broschüre, in der die hessischen Grimm-Bestände in Bad Homburg, Hanau, Kassel, Marburg, Schlüchtern und Steinau in kurzen Übersichtsartikeln beschrieben und mit den großen außerhessischen Grimm-Beständen in Berlin, Göttingen, Haldensleben, Krakau, Nürnberg sowie in Privatbesitz verglichen werden, ist vor einigen Jahren bei kassel university press erschienen und wird auch von der Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel an der Humboldt-Universität zu Berlin als PDF-Download angeboten.

Die Broschüre entstand anlässlich der kulturpolitischen Diskussionen, die in Hessen und besonders in Kassel über die Brüder Grimm geführt wurden, beispielsweise im Zusammenhang mit der hessischen Regierungskonzeption „Hessen — Land der Brüder Grimm“ (2006).

Vorschläge zur Beilegung der Unstimmigkeiten um Kasseler Grimm-Bestände

Nachdem sich Wissenschaftler und Bibliothekare Ende 2006 an die UNESCO wandten und diese auf falsche Angaben zu den Überlieferungs- und Eigentumsverhältnissen im Antrag der Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. zur Aufnahme von fünf Bänden der Kasseler Handexemplare der „Kinder- und Hausmärchen“ in das Register des Weltdokumentenerbes (Memory of the World) aufmerksam machten, kam es zu intensiven Kontakten mit Personen, die auf den unterschiedlichsten Ebenen für diese Belange zuständig sind. Dabei stellte sich heraus, dass es Unstimmigkeiten um weitere umfangreiche Grimm-Bestände gab. Da eine Lösung sich bis dahin nicht abzeichnete, entstand im Kreis der Unterzeichner des Briefes an die UNESCO aus dem Jahr 2006 die Initiative für einen Fünfpunkteplan zur Klärung dieser Probleme. Nachfolgend wurden der Text des UNESCO-Antrags geändert und eine neue Urkunde übergeben. Die bisher im Brüder Grimm-Museum befindlichen Buch- und Bibliotheksbestände werden laut einem Pressebericht von Sommer 2014 künftig insgesamt von der Universitätsbibliothek Kassel betreut (laut Facebook-Nachricht der Bibliothek handelt es sich u. a. um 50.000 Bücher). Den Anliegen der 2007 / 2008 von Wissenschaftlern und Bibliothekaren unterbreiteten Vorschläge ist damit überwiegend entsprochen:

Zu Einzelheiten der Kasseler Unstimmigkeiten

Die Prüfung von Dokumenten zur Überlieferungs- und Eigentumsgeschichte der Kasseler Handexemplare von Werken der Brüder Grimm hat ergeben, dass die Brüder Grimm-Gesellschaft e. V. in ihrem 2004 an die UNESCO gestellten Antrag zur Aufnahme von fünf Bänden Handexemplaren der Grimmschen Märchen in die Liste des Weldokumentenerbes (Memory of the World) schwerwiegend von den historischen Tatsachen abgewichen ist. Der Sachverhalt ist mit den relevanten historischen Dokumenten für jedermann nachvollziehbar unter:

  1. Die fünf Bände des UNESCO-Weltdokumentenerbes aus dem Banktresor in die Landes- und Murhardsche Bibliothek bringen, wo sie fachgerecht betreut und zugänglich gemacht werden können,
  2. die Eigentümerschaft und sonstigen Rechtsverhältnisse dieser Bände feststellen, wie es die UNESCO-Richtlinien vor der Eintragung in das Register des „Memory of the World“ verbindlich vorschreiben,
  3. eine solche Klärung auch für die übrigen zur Zeit im Brüder Grimm-Museum verwahrten Kasseler Grimm-Bestände aus Bibliotheksbesitz vornehmen und die betroffenen Bestände an die Landes- und Murhardsche Bibliothek zurückgeben,
  4. eine neue UNESCO-Urkunde ausfertigen und überreichen, durch die man die Universität Kassel und die Stadt Kassel gemeinsam für die Pflege und Erschließung des Grimm-Erbes in die Verantwortung nehmen könnte,
  5. Leihgaben für den Ausstellungsbetrieb des Brüder Grimm-Museums zwischen Landes- und Murhardscher Bibliothek und Kuratorium des Museums vereinbaren.

(Vorschläge von Alan Kirkness und Berthold Friemel. November / Dezember 2007)

Bis Mitte April 2008 erklärten öffentlich ihre Unterstützung dieser Vorschläge:

Arbeitskreis für Denkmalschutz und Stadtgestalt, Kassel; Dr. Susan Bernofsky, Visiting Assistant Professor of Literature, Sarah Lawrence College, New York (USA); Dr. Stephan Bialas, Germanist und Grimm-Forscher, Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg; Oliver Bienkowski, Datenschutzbeauftrager iQ-Unternehmensgruppe GmbH, Vorstand Die Macher e. V., Kassel; Dr. Angela Borchert, Assistant Professor of German and Comparative Literature, University of Western Ontario, London, Ontario (Kanada) ; Dr. Wilhelm Braun, Lexikograph und Grimm-Forscher, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Hartmut Broszinski, Bibliotheksdirektor i. R., Kassel, ehemaliger Leiter der Landesbibliothek und Murhardschen Bibliothek Kassel und ehemaliger Ltd. Bibliotheksdirektor der Landesbibliothek Fulda; Brüder-Grimm-Platz e. V., Kassel; Christine Buchenau, Chefsekretärin Bärenreiter-Verlag Kassel, Geschäftspartnerin Multiple Box Hamburg, Galerie und Kunsthandel, Inhaberin CB-Agentur für Kunsthandel und -vermittlung, Kassel; Harald Engel, Verwaltungsbeamter, Kassel; Dr. Holger Ehrhardt, Germanist und Grimm-Forscher, Kaufungen ; Dr. Harry Fröhlich, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Prof. Dr. Peter Gercke, Museumsdirektor i. R., Vorsitzender der Kurhessischen Gesellschaft für Kunst und Wissenschaft Kassel e. V.; Dr. Simon Gilmour, Germanist und Grimm-Forscher, Trier ; Christina Grimm, Lexikographin, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ; Dr. Volker Harm, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Maria Hartz, Kulturwissenschaftlerin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Prof. Dr. Jens Haustein, Germanist, Hochschullehrer, Jena; Prof. Dr. Erhard Hexelschneider, Slawist, Literarhistoriker, Leipzig; Verlag S. Hirzel Stuttgart, Dr. Thomas Schaber, Verlagsleiter; IHK Kassel, Arbeitskreis Tourismus; IHK Kassel, IHK-Initiative UNESCO-Welterbe; Prof. em. Dr. William Jervis Jones, Germanist, Royal Holloway University of London (Großbritannien); Professor Dr. med. Oskar Klinge, Pathologe, Kassel-Bad Wilhelmshöhe; Prof. Dr. Friedhilde Krause, Bibliotheksdirektorin i. R., ehemalige Generaldirektorin der Deutschen Staatsbibliothek Berlin; Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH, Kassel; Dr. Ulrike Leuschner, Germanistin, Editionsphilologin, TU Darmstadt, Forschungsstelle Merck; Dr. Andrea Linnebach, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin, Schwerpunkt 18. / 19. Jahrhundert, Kassel; Prof. Dr. Dr. h. c. Rainer Ludewig, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Kassel; Prof. Dr. Klaus-Dieter Ludwig, Germanist, Berlin; Dr. Dietrich Lückoff, Romanist und Grimm-Forscher, Rom (Italien); Prof. Dr. Nancy Lukens, Professor of German, University of New Hampshire, Durham (USA); Leonore Martin, Programmkoordinatorin, Stiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”, Berlin; Claudia Melchersmann-Engel, Bibliothekarin, Kassel; Prof. Dr. Hansjörg Melchior, Direktor der Klinik für Urologie Kassel i. R., Governor 2008/09 D. 1820 Rotary International, Kassel; Angelika Mensching, Linguistin, Philosophin und Übersetzerin, Hamburg; Prof. Dr. Marita Metz-Becker, Kulturwissenschaftlerin, Marburg; Prof. Dr. Uwe Meves, Germanist, Carl-von-Ossietzy-Universität Oldenburg, Sprecher des Herausgeberkollegiums der Edition „Briefwechsel der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. Kritische Ausgabe in Einzelbänden“; Frank Oberbrunner, Rechtsanwalt, Vorsitzender der FDP-Fraktion in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung; Prof. Dr. Rainer Olten, Wirtschaftswissenschaftler, Brüder-Murhard-Forscher, 1986-2006 Sprecher des Beirats der Freunde des Stadtmuseums, Kassel; Dr. Valerie Paradiz, Germanistin und Schriftstellerin, Grimm-Forscherin, High Falls, NY (USA); Dr. Ingrid Pergande-Kaufmann, Germanistin und Grimm-Forscherin, Humboldt-Universität zu Berlin, Arbeitsstelle Grimm-Briefwechsel; Dr. Annelise Raub, Germanistin, und Dr. Wolfhard Raub, Germanist und Bibliothekar i. R., Münster; Prof. Dr. Jürgen Reese, Universität Kassel; Prof. Dr. Werner Röcke, Literaturwissenschaftler, Humboldt-Universität zu Berlin, Vorsitzender der Grimm-Sozietät zu Berlin e. V., gegr. 1991 ; Dr. Hubert Sauer, Ministerialdirigent a.D., ehem. Kanzler der Universität Kassel; Prof. Barbara Scheuch-Vötterle, Inhaberin des Bärenreiter-Verlags Kassel; Prof. Dr. Michael Schlaefer, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen; Prof. Dr. Hartmut Schmidt, Germanist, Mannheim und Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ; Dr. Peter Schmitt, Leiter der Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, Berlin; Yannick Philipp Schwarz, Student, Kassel; Martin Seidel, Buchhändler, Berlin; Michael Solf, Lexikograph, Arbeitsstelle Deutsches Wörterbuch an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften; Prof. em. Dr. Anthony Stanforth, Germanist, früher Heriot-Watt University, Edinburgh (Großbritannien); Verein für Hessische Geschichte und Landeskunde (1834), Zweigverein Kassel; Dr. med. Peter Völker, ehem. Ärztlicher Direktor des Krankenhauses des Kurhessischen Diakonissenhauses Kassel; Dr. Friedrich Freiherr Waitz von Eschen, Unternehmer, Wirtschafts- und Wissenschaftshistoriker, Kassel; Karl-Hermann Wegner, Museumsdirektor i. R. (Stadtmuseum Kassel), Landesvorsitzender des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde Kassel e. V. (1834); Peter Wengel, Germanist und Grimm-Forscher, Technische Universität Darmstadt ; Inge Wurf, Ururenkelin Wilhelm Grimms, Haldensleben

Einige der genannten Unterstützerinnen und Unterstützer des Fünfpunkteplans sind leider inzwischen verstorben. Allen gebührt herzlicher Dank für ihr Engagement.

Aus der Wörterbuch-Werkstatt der Brüder Grimm

Es begann während eines Besuchs von Professor Alan Kirkness aus Auckland (Neuseeland) in Berlin 2005:

Bei Recherchen zu Materialien über die Entstehungsgeschichte des „Deutschen Wörterbuchs“ gelangen überraschende Funde.

Dazu gehörte zunächst ein Protokoll Jacob Grimms, in dem er sich genau über den Verlauf seiner Arbeit am Wörterbuch Rechenschaft ablegte. Bei einem Besuch aus Anlass der damals gerade eröffneten neuen Dauerausstellung mit Originalgegenständen aus der Familie Grimm im Museum Haldensleben entdeckte Kirkness im August 2005 in den Buchbeständen des Museums dann ein bisher unbekanntes Arbeitsexemplar Jacob Grimms vom ersten Band des „Deutschen Wörterbuchs“ (mehr dazu), und am Ende seines Berlin-Aufenthalts im September 2005 kam aus der Jagiellonen-Bibliothek in Krakau die Nachricht, dass neun seit dem Zweiten Weltkrieg vermisste Bände des „Deutschen Wörterbuchs“ aus dem Besitz der Brüder Grimm mit äußerst zahlreichen und aussagekräftigen Notizen dort aufgefunden wurden und bald darauf für eine Benutzung zugänglich gemacht werden könnten. 

Grimm-Handexemplare des „Deutschen Wörterbuchs“
in Krakau

Die neun Krakauer Bände wurden Ende 2005 ausführlich von der Jagiellonen-Bibliothek beschrieben und wurden bis 2008 vollständig digitalisiert. Eine Übersicht über die neu zusammengetragenen Materialien zur Entstehungsgeschichte des Wörterbuchs gaben Alan Kirkness und Berthold Friemel im Band 16 des „Brüder Grimm Gedenken“.

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